Immobilien- und Anleihenfonds

Anleihenfonds

Anleihen sind natürlich nicht gleich Anleihen. Beim Kauf eines Anleihenfonds muss man (neben der Kosten) sehr genau unterscheiden, ob der Fonds in „Euroland“-Anleihen (d.h. in Heimatwährung) oder in Fremdwährungsanleihen investiert. Auch, ob der Fonds in Anleihen mit längeren oder kürzeren Laufzeiten (genauer „Duration“) investiert. Kürzere Laufzeiten bedeutet weniger Zinsrisiko (d.h. weniger Kursschwankung der Anleihe, wenn sich die Zinsen am Markt ändern. Nach oben wie auch nach unten). Weniger Risiko bedeutet aber auch deutlich weniger Renditepotenzial. Und letztlich natürlich, welche Bonität die Emittentin der Anleihen hat. Handelt es sich um Schwellenländer, Unternehmen (unterschiedlichster Bonität) oder Staatsanleihen mit bestmöglicher Bonität. Das alles hat Einfluss auf die Wertentwicklung des Fonds. Somit ist ein Vergleich zwischen einzelnen Anleihenfonds letztlich wieder nur sinnvoll und zulässig, wenn man möglichst Äpfel mit Äpfel vergleicht und dabei nicht nur die Rendite, sondern auch das Risiko mit einbezieht.

 

Immobilienfonds

Zu den unten angeführten Investmentfonds wäre vorweg ein wichtiger Hinweis zum Thema Immobilieninvestments erforderlich:

Aus rechtlicher Sicht gibt es zwischen offenen Immobilienfonds und konventionellen Publikumsfonds, die in Aktien oder Renten investieren, nur geringe Unterschiede. Im Zuge der Finanzkrise 2008/2009 verfügten zeitweilig bis zur Hälfte aller Fondsanteilsrücknahmestopps, da sie in finanzielle Schwierigkeiten geraten waren. Die vorgeblich geringe Volatilität offener Immobilienfonds und damit ihre scheinbar geringe Korrelation zu Aktien kann vor diesem Hintergrund als nicht verlässlich angesehen werden.

Mit anderen Worten: die Performance der Immobilienfonds spiegelt nicht immer den tatsächlichen Marktwert der darin enthaltenen Immobilien dar, weil diese Immobilien nicht laufend vom unabhängigen Markt (an der Börse) bewertet werden. Das Hauptproblem ist jedoch, dass in Krisenzeiten der Fonds die Immobilien nicht einfach (so rasch) verkaufen kann. Wenn nun viele Anleger in so einer Situation ihre Fondsanteile verkaufen, ist der Fonds gezwungen, diese Anteilsrücknahme auszusetzen. D.h., dass man seine Fondsanteile dann eine Zeit lang nicht verkaufen kann. Mit anderen Worten: man kommt nicht zu seinem Geld. In „normalen“ Börsezeiten ist das kein Problem, weil diese Fonds genug Liquidität halten, um Käufe/Verkäufe von Anteilen zu managen. In diesen „normalen“ Zeiten ist es natürlich angenehm, einen recht stabile Wertentwicklung zu haben. Daher führen wir für sie ein paar Beispiele für offene Immobilienfonds an.