Rational investieren mit ETF – privat | betrieblich
Geringe Kosten, hohe Effizienz und Transparenz sind entscheidende Kriterien für den Vermögensaufbau. Der passiv-investierende Ansatz mit ETFs bietet Vorteile sowohl für die private Altersvorsorge als auch für den betrieblichen Kapitalaufbau (Abfertigung alt, individuelle Pensionszusage).
Dieser Blog-Beitrag „Passiv investieren – die Basics“ von Gerd Kommer ist eine gute Einführung in passives Investieren:
〉 „Passiv investieren – die Basics“
Gute vs. schlechte Risiken
Bevor Sie Geld anlegen, sollten Sie sich mit dem Thema Risiko auseinandersetzen und den Unterschied zwischen „guten“ und „schlechten“ Risiken verstehen.
„Gute“ Risiken sind solche, bei denen der Markt eine Kompensation in Form von Rendite für das Tragen dieses Risikos bietet. „Schlechte“ Risiken hingegen sind solche, bei denen keine Kompensation zu erwarten ist.
Die Unterscheidung zwischen „guten“ und „schlechten“ Risiken basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, nicht auf persönlichen Einschätzungen oder Empfehlungen von Beratern, Banken oder Medien. Ein rationaler Anleger sollte „gute“ Risiken in sein Portfolio aufnehmen und „schlechte“ Risiken vermeiden. Ziel ist es nicht, Risiken generell zu vermeiden, sondern gezielt die richtigen Risiken einzugehen, um Rendite zu erzielen.
Beispiele für „schlechte“ Risiken
- Einzelne Aktien, Unternehmensanleihen etc. – d. h. sämtliche Einzel-Wertpapiere, außer es handelt sich um Anleihen höchster Bonität in EUR, die als „risikofreier“ Teil des Portfolios fungieren.
- Ein Investment in einzelne Länder.
- Ein Investment in einzelne Branchen.
- Ein Investment in und der Glaube an einzelne Fondsmanager.
- Die Suche nach dem passenden Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt (Market-Timing).
- „Verpackungsrisiken“ – damit sind Produkte der Finanzbranche gemeint, die letztlich nur Verpackungen für die originären Asset-Klassen sind, in die Sie investieren. Sie bringen keinen Mehrwert, sondern nur Intransparenz und höhere Kosten.
Beispiele für „gute“ Risiken
Das Risiko einer ganzen Asset-Klasse ist nahezu ausnahmslos „gutes“ Risiko.
(Quelle: Vgl. Kommer, Gerd (2024): „Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs“, Campus Verlag, 6. Auflage (2024); S. 64ff.)