📚 Wissenschaftliche Originalquelle (Dr. Gerd Kommer)

Dieser Beitrag basiert direkt auf der empirischen Untersuchung der Gerd Kommer Invest GmbH („Wann ist Währungsabsicherung sinnvoll – und wann nicht?“) zur asymmetrischen Rolle des Wechselkursrisikos bei Aktien vs. Anleihen.

Originalquelle / Vertiefung: Wann ist Währungsabsicherung sinnvoll – und wann nicht? ↗ (Dr. Gerd Kommer / Gerd Kommer Invest GmbH)
💡 Was Sie in diesem Beitrag lernen
  • Die Grundregel: Währungsabsicherung bei globalen Aktien schadet meist – bei sicherheitsorientierten Anleihen ist sie unverzichtbar.
  • Renditevolatilität 1990 bis 2024: Die empirische Dimensional-Analyse für abgesicherte vs. nicht abgesicherte Renditen.
  • Währung als Risikopuffer: Warum Fremdwährungen bei weltweiten Aktien langfristig wie eine kostenlose Versicherung wirken.
  • Das Anleihen-Paradoxon: Warum Währungsschwankungen bei Anleihen das Sicherheitsversprechen komplett zerstören.

Soll man das Währungsrisiko (insbesondere den US-Dollar) im Weltportfolio absichern? Die wissenschaftliche Antwort ist glasklar, wird aber in der Praxis oft falsch gemacht: Bei globalen Aktien nein, bei defensiven Anleihen ja! Die empirische Auswertung von Dimensional Fund Advisors über 34 Jahre (1990 bis 2024) zeigt exakt, warum Währungsabsicherung bei Aktien die Schwankungen kaum dämpft, aber teure Hedging-Kosten verursacht – während sie bei Anleihen über Stabilität oder Totalabsturz entscheidet.

Auswirkungen einer Währungsabsicherung auf die Renditevolatilität 1990 bis 2024 (Dimensional)
Abbildung 1: Abgesicherte vs. Nicht abgesicherte Renditen bei Aktien vs. Anleihen (1990 bis 2024). Quelle: Dimensional Fund Advisors.

1. Bei globalen Aktien: Keine Währungsabsicherung

Aktien sind Sachwerte mit weltweiten Ertragsströmen. Unternehmen im MSCI World oder FTSE All-World erzielen ihre Umsätze global in Dutzenden Währungen. Eine künstliche Währungsabsicherung in Euro bringt über lange Horizonte keinen messbaren Risikovorteil, verursacht jedoch permanente Hedging-Kosten (Zinsdifferenzen, Roll-Verluste und Bankgebühren).

2. Bei risikoarmen Anleihen: Währungsabsicherung ist Pflicht

Ganz anders verhält es sich im defensiven Portfolioteil: Wer Anleihen zur Risikominimierung hält, darf kein Wechselkursrisiko eingehen. Wie die untere Kurve der Dimensional-Grafik eindrucksvoll zeigt, überlagern Währungsschwankungen von 10 bis 15 % die mickrigen Zinserträge von Anleihen vollständig.

Anmerkungen zu den Dimensional Grafiken
Abbildung 2: Methodik und Datenbasis zur Dimensional-Untersuchung.

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🔗 Original-Beiträge auf LinkedIn Serie #WhiteheadDenktNach (1 Beitrag)

Dieser Beitrag basiert auf den folgenden LinkedIn-Publikationen:

Post #32: Währungsabsicherung? Bei Aktien: nein, bei Anleihen: ja (US-Dollar vs. Euro) ↗
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